Verhängnis

Regie: Louis Malle
Drehbuch: David Hare und Josephine Hart (Roman)
Schauspieler: Jeremy Irons, Juliette Binoche , Miranda Richardson , Rupert Graves, Gemma Clarke , Leslie Caron, Peter Stormare

Handlung:

Der englische Arzt Stephen Fleming (Jeremy Irons) gilt als glücklicher Familienvater und hat durch Drängen seiner Ehefrau Ingrid und ihres Vaters Edward in der britischen Politik eine steile Karriere gemacht und ist Staatssekretär geworden. Sohn Martyn (Rupert Graves) stellt auf einem Empfang den Eltern seine neue Freundin vor: Anna Barton (Juliette Binoche) arbeitet bei einem großen Kunstauktionär. Stephen ist fasziniert von ihr. Es kommt zu einer leidenschaftlichen Affäre zwischen ihm und der Freundin seines Sohnes. Gegen jede Vernunft vernachlässigt Stephen seine Arbeit, riskiert die Karriere, seinen Ruf und das Familienleben. Er verstrickt sich in der Hoffnung, irgendwann alles wieder in Ordnung bringen zu können, während Anna hinzunehmen scheint, was geschieht. Aber sie sträubt sich gegen jegliche Besitzansprüche eines anderen Menschen, nachdem ihr Bruder sich die Pulsadern aufschnitt, als er mit ansah, wie sie sich von einem Mann küssen ließ. Anna heiratet Martyn, der ihr genügend Freiraum lässt. Stephen verzichtet, schweren Herzens, auf sie. Doch schickt ihm Anna die Schlüssel zu einer Wohnung, die sie eigens für Treffen mit ihm gemietet hat. Durch einen Zufall erfährt Martyn von der Adresse – und steht fassungslos vor Anna und seinem nackten Vater. Er taumelt zurück ins Treppenhaus, stürzt rückwärts über das Geländer und bricht sich das Genick.

Hintergrund:

Das Drama feierte am 14. Januar 1993 seine Premiere in den deutschen Kinos. Der vorletzte Film des etablierten französischen Regisseurs Louis Malle verstörte durch seine freizügigen und kunstvoll choreographierten Liebesszenen vor allem das US-amerikanische Kinopublikum und konnte in den USA bei geschätzten 13 Mio. US-Dollar Produktionskosten nur 7,5 Mio. US-Dollar einspielen. Damit galt der Film dort allgemein als finanzieller Flop. In der Art und Weise, wie in Verhängnis mit dem Thema Sexualität umgegangen wird, reiht sich das Erotikdrama in die Riege so bekannter Werke wie Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango in Paris" (1972) und Philip Kaufmans "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" (1988) ein.


(Quelle: Auszüge Wikipedia)